Pikler Dreieck – wie Kinder ihre Motorik spielerisch weiterentwickeln können

Das Pikler-Dreieck ist ein Klettergerüst für Kinder, das nach der ungarischen Kinderärztin Emilie Pikler benannt wurde. Emilie Pikler verfolgte dabei den pädagogischen Ansatz, dass man Kinder freie physiologische Bewegungen erlauben muss, so dass ihre Motorik sich auf natürliche Weise entwickeln kann.

Welche Vorteile bringt das Pikler Dreieck für Kinder?

Der größte nachgewiesene Vorteil, wenn Kinder mit einem Pikler-Dreieck spielen, ist das Trainieren und das Fördern der motorischen Fähigkeiten.

Die dicken Klettersprossen gewährleisten den Kindern einen sicheren und stabilen Halt. Außerdem sorgt die Dreiecksform des Klettergerüstes für eine gesunde und natürliche Körperhaltung beim Klettern. So können die Kinder sicher auf dem Klettergerüst spielen und ihren Forschungsdrang nachgehen.

Somit werden die Kinder motiviert, sich längerfristig mit dem Pikler-Dreieck zu beschäftigen. Dies führt letztlich zu einer Verbesserung der Motorik, da das Klettern Bewegungssicherheit, Geschicklichkeit und Körpergleichgewicht erfordert.

Durch den zuvor erwähnten Nutzen, das die Dreiecksform mit sich bringt, kann man außerdem gegen zukünftige Körperhaltungsschäden vorgehen, was wiederum ein Kriterium für eine reibungslose Motorik ist.

Für welche Altersklasse ist das Pikler Dreieck geeignet?

Es gibt kein fest vorgeschriebenes Alter, ab wann ein Kind ein Pikler-Dreieck benutzen darf.

In den meisten Fällen kaufen sich Eltern ein Pikler-Dreieck, wenn das Kleinstkind ungefähr 10 Monate alt ist, da es ab diesem Alter schon krabbelt und leichte Erhöhungen erklimmen kann. Kinder dieser Altersklasse benutzen das Pikler-Dreieck dann meistens als Aufricht-Hilfe.

Je älter das Kind wird, desto neugieriger wird es und es klettert somit immer weiter auf das Gerüst hoch. So können die meisten zweijährigen Kinder schon bis zur letzten Sprosse hochklettern.

Doch das Pikler-Dreieck ist auch für Kinder, die älter als 2 Jahre sind, immer noch eine gute Spielmöglichkeit. Das Klettergerüst oder den Kletterbogen kann man mit Zubehör, wie zum Beispiel einem Rutschbrett, erweitern, so dass es selbst für Kinder bis 6 Jahre immer noch interessant bleibt.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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