Warum wird Spielzeug zuerst getestet?


Substanzen, Chemikalien und Inhaltsstoffe

Spielzeuge müssen vor dem Verkauf getestet werden. Dies liegt vor allem an den verwendeten Materialien, Beschichtungen und Lacken. In zahlreichen Materialien sind Inhaltsstoffe vorhanden, die Kindern schaden könnten. So sind in Lacken und Beschriftungen zahlreiche Chemikalien, die sich beim Ablecken des Spielzeuges lösen könnten. In Handumdrehen geraten die Inhaltsstoffe in den menschlichen Organismus, wo sie Schaden anrichten können. Ebenso sind zahlreiche Farben wasserlöslich. Damit dies bei Kinderspielzeug nicht der Fall ist, wird eine ausführliche Spielzeugprüfung durch professionelle Spielzeug Tester vorausgesetzt. 

Kleinteile vermeiden

Ebenso kann die Bauform der Spielzeuge für Kleinkinder gefährlich werden. Bis weit über das zweite Lebensjahr hinaus, stecken Kinder Spielzeuge gerne in den Mund. So wird die Umwelt nicht nur über den Tastsinn von Händen und Füßen wahrgenommen, sondern auch über die sehr empfindliche Zunge. Sicherlich ist dies von Vorteil für die Entwicklung des Kindes. Doch ungeahnte Folgen treten auf, wenn das Spielzeug nicht auf Kleinteile geprüft wurde, die sich im Extremfall lösen könnten.

Besonders darf sich bei einem härteren Aufprall, beispielsweise bei einem Sturz vom Tisch, kein Bauteil lösen. Dieses könnte ebenfalls verschluckt werden. Abgesplitterte Kanten bergen eine Verletzungsgefahr durch Schnitte oder Kratzer. Solche und ähnliche Tests zeigen auch Spielzeugtester auf Youtube.

Besteht ein Mehrwert für das Kind?

Ein weiterer Aspekt, unter dem Kinderspielzeuge geprüft werden, ist der Mehrwert. Ein Spielzeug sollte dem Kind bei seiner Entwicklung behilflich sein. So gibt es kreative Spielzeuge, die das Verständnis für Farben anregen, mathematische oder Motorik schulende Spielzeuge. Durch einen Test des Spielzeuges kann genaustens festgelegt werden, mit welchem Alter ein Kind reif genug ist, um das Produkt effizient zu nutzen. Sehr wichtig ist die korrekte Einschätzung auch aus einem anderen Gesichtspunkt. Soll das Kind ein Spielzeug nutzen, das nicht für sein Alter ausgelegt ist, kann es zu Frustration und Selbstzweifeln kommen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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